Inhaltsverzeichnis:
- Goethe-universität und steigende semesterbeiträge
- Deutschlandticket und verpflichtende zahlung
- Mieten in frankfurt und druck auf studierende
- Folgen für chancengleichheit und studium
Goethe-universität und steigende semesterbeiträge
Im Jahr 2024 war der Beitrag an der Goethe-Universität noch leicht gesunken. Nun folgt jedoch ein klarer Anstieg. Der neue Betrag setzt sich aus mehreren Posten zusammen:
- Semesterticket: 208,80 Euro statt 176,40 Euro
- Studierendenwerk: plus 10 Euro
- Kulturticket: plus 0,65 Euro
Damit ergibt sich ein Kostenanstieg von 12,3 Prozent. Dieser liegt über dem bundesweiten Durchschnitt von 11,3 Prozent. Die Goethe-Universität zählt dadurch zu den teuersten Hochschulen im Land.
Deutschlandticket und verpflichtende zahlung
Das Semesterticket hängt direkt am Preis des Deutschlandtickets. Studierende zahlen es rund 40 Prozent günstiger, doch alle müssen sich daran beteiligen. Selbst jene, die es nicht nutzen, tragen die Kosten. Ab Januar 2026 steigt der Preis des Tickets auf 63 Euro im Monat. Studierendenvertretungen sprechen in diesem Zusammenhang von einem Bruch des Koalitionsvertrags. Union und SPD hatten darin eine sozialverträgliche Erhöhung erst ab 2029 vorgesehen.
Die Forderungen der Verbände sind klar:
- Einfrieren des Ticketpreises auf 58 Euro
- Entkopplung des Semestertickets vom Deutschlandticket
- Langfristige Preisstabilität durch neue Regelungen
Mieten in frankfurt und druck auf studierende
Neben steigenden Abgaben stellt der Wohnungsmarkt die größte Belastung dar. Laut Engel & Völkers kostet der Quadratmeter im Schnitt 19,37 Euro. Frankfurt liegt damit an der Spitze der teuersten Städte. Ein kleines möbliertes WG-Zimmer in Bockenheim von nur 10 Quadratmetern kostet insgesamt 625 Euro monatlich. Darin enthalten sind Strom, Heizung, Internet und Gebühren. Hinzu kommt eine einmalige Verwaltungsgebühr von 190 Euro.
Die Mietpreisbremse wird oft durch möblierte Angebote umgangen. Für viele Studierende bleibt nur die Wahl zwischen teuren Wohnungen oder langen Pendelwegen.
Folgen für chancengleichheit und studium
Ein Drittel der Studierenden lebt weiterhin im Elternhaus. Gründe sind meist finanzielle Zwänge. Wer pendeln muss, ist auf das Deutschlandticket angewiesen und gleichzeitig von Zugausfällen betroffen. Schon im Sommersemester 2026 wird der Beitrag zum Studierendenwerk erneut um 10 Euro steigen.
Damit verschärft sich die Lage:
- Höhere Semesterbeiträge
- Teurer werdendes Deutschlandticket
- Unbezahlbare Mieten
Die Studierendenvertretungen warnen vor massiven Folgen für die Chancengleichheit. Ohne politische Maßnahmen könnte Studieren in Frankfurt bald nur noch für wenige möglich sein.
Quelle: Frankfurter Neue Presse, www.patizonet.com/de/