Freitag, 26 September 2025 17:21

Hohe Kosten belasten Studierende in Frankfurt

Teures Studium in Frankfurt Teures Studium in Frankfurt Pixabay/Foto illustrativ

Die Goethe-Universität am Main wird zum Wintersemester 2025/26 für viele Studierende erheblich teurer. Der Semesterbeitrag steigt auf 381,28 Euro und liegt damit 43,65 Euro über dem Vorjahreswert. Vor allem die Preisentwicklung beim Deutschlandticket treibt die Kosten in die Höhe. Gleichzeitig steigen die Mieten in Frankfurt weiter. Immer mehr junge Menschen geraten dadurch in finanzielle Schwierigkeiten.

Inhaltsverzeichnis:

Goethe-universität und steigende semesterbeiträge

Im Jahr 2024 war der Beitrag an der Goethe-Universität noch leicht gesunken. Nun folgt jedoch ein klarer Anstieg. Der neue Betrag setzt sich aus mehreren Posten zusammen:

  • Semesterticket: 208,80 Euro statt 176,40 Euro
  • Studierendenwerk: plus 10 Euro
  • Kulturticket: plus 0,65 Euro

Damit ergibt sich ein Kostenanstieg von 12,3 Prozent. Dieser liegt über dem bundesweiten Durchschnitt von 11,3 Prozent. Die Goethe-Universität zählt dadurch zu den teuersten Hochschulen im Land.

Deutschlandticket und verpflichtende zahlung

Das Semesterticket hängt direkt am Preis des Deutschlandtickets. Studierende zahlen es rund 40 Prozent günstiger, doch alle müssen sich daran beteiligen. Selbst jene, die es nicht nutzen, tragen die Kosten. Ab Januar 2026 steigt der Preis des Tickets auf 63 Euro im Monat. Studierendenvertretungen sprechen in diesem Zusammenhang von einem Bruch des Koalitionsvertrags. Union und SPD hatten darin eine sozialverträgliche Erhöhung erst ab 2029 vorgesehen.

Die Forderungen der Verbände sind klar:

  1. Einfrieren des Ticketpreises auf 58 Euro
  2. Entkopplung des Semestertickets vom Deutschlandticket
  3. Langfristige Preisstabilität durch neue Regelungen

Mieten in frankfurt und druck auf studierende

Neben steigenden Abgaben stellt der Wohnungsmarkt die größte Belastung dar. Laut Engel & Völkers kostet der Quadratmeter im Schnitt 19,37 Euro. Frankfurt liegt damit an der Spitze der teuersten Städte. Ein kleines möbliertes WG-Zimmer in Bockenheim von nur 10 Quadratmetern kostet insgesamt 625 Euro monatlich. Darin enthalten sind Strom, Heizung, Internet und Gebühren. Hinzu kommt eine einmalige Verwaltungsgebühr von 190 Euro.

Die Mietpreisbremse wird oft durch möblierte Angebote umgangen. Für viele Studierende bleibt nur die Wahl zwischen teuren Wohnungen oder langen Pendelwegen.

Folgen für chancengleichheit und studium

Ein Drittel der Studierenden lebt weiterhin im Elternhaus. Gründe sind meist finanzielle Zwänge. Wer pendeln muss, ist auf das Deutschlandticket angewiesen und gleichzeitig von Zugausfällen betroffen. Schon im Sommersemester 2026 wird der Beitrag zum Studierendenwerk erneut um 10 Euro steigen.

Damit verschärft sich die Lage:

  • Höhere Semesterbeiträge
  • Teurer werdendes Deutschlandticket
  • Unbezahlbare Mieten

Die Studierendenvertretungen warnen vor massiven Folgen für die Chancengleichheit. Ohne politische Maßnahmen könnte Studieren in Frankfurt bald nur noch für wenige möglich sein.

Quelle: Frankfurter Neue Presse, www.patizonet.com/de/