Montag, 11 August 2025 13:47

Frankfurter Polizei beendet Einsatz der Task Force Kaisertor

Polizei beendet Einsatz gegen Dealer am Kaisertor Polizei beendet Einsatz gegen Dealer am Kaisertor pexels/Foto illustrativ

Frankfurt – Die Frankfurter Polizei hat die Drogenszene am Kaisertor nach monatelangen Ermittlungen zerschlagen und die dort eingesetzte Spezialeinheit aufgelöst. Die Maßnahme war im April gestartet worden, um dem wachsenden Handel mit illegalen Substanzen in diesem Bereich entschieden entgegenzutreten. Die Beamten sollen nun in anderen Einheiten des Bahnhofsviertels eingesetzt werden.

Inhaltsverzeichnis:

Erfolge der Ermittlungen am Kaisertor

Die Bilanz der Task Force umfasst 140 Ermittlungsverfahren wegen illegalen Handels mit Sucht-, Betäubungs- und Arzneimitteln. Hinzu kamen fast 100 weitere Verfahren zu Delikten wie Drogenbesitz, Raub, Diebstahl und Hehlerei. Die Einsatzkräfte stellten unter anderem sicher:

  • knapp 12.000 Euro Bargeld
  • rund 4.500 Tabletten verschreibungspflichtiger Medikamente und Ecstasy
  • 100 Mobiltelefone
  • 18 Gramm Crack
  • mehr als 6 Kilogramm Marihuana und Haschisch

Die Drogenszene bot ihre Waren teils aggressiv nahezu jedem Passanten an. Zusätzlich registrierte die Polizei zahlreiche Trick- und Taschendiebstähle, Körperverletzungen und Raubüberfälle.

Einsatz erfahrener Beamter aus dem Bahnhofsviertel

Neun Polizisten aus unterschiedlichen Dienststellen bildeten den Kern der Spezialeinheit. Sie verfügten über langjährige Erfahrungen im Bahnhofsviertel. Die Arbeit kombinierte verdeckte Maßnahmen mit regelmäßigen, offensiven Kontrollen in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Polizeipräsidium. Dieses Vorgehen führte dazu, dass die Dealer verunsichert wurden und die Szene an Einfluss verlor.

Mehr als die Hälfte der Beschwerden aus dem Bahnhofsviertel bezog sich zeitweise auf das Kaisertor. Durch das gezielte Vorgehen der Task Force konnte dieser Brennpunkt entschärft werden.

Aufenthaltsverbote als wirksames Mittel

Ein entscheidendes Instrument waren Aufenthaltsverbotsverfügungen (AVV). Die meisten Betroffenen hielten sich daran. Dennoch nahm die Polizei über 50 Personen in Gewahrsam, weil sie die Verbote ignorierten.

  • bis zu 12 Tage Gewahrsam pro Person
  • 20 Strafverfahren wegen wiederholter Verstöße
  • 12 festgestellte Verstöße gegen die Waffenverbotszone

Die Durchsetzung der Maßnahmen führte zu 13 Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Bedrohung.

Konsequente Fortführung der Maßnahmen im Bahnhofsviertel

Die Polizei will auch künftig entschlossen gegen offene Drogenszenen vorgehen. Im Bahnhofsviertel sollen gezielte Einsätze verhindern, dass sich ähnliche Strukturen wie am Kaisertor erneut etablieren. Beschwerden aus der Bevölkerung werden weiterhin ernst genommen, und die Einsatzstrategie soll flexibel auf neue Entwicklungen reagieren.

Quelle: Frankfurter Neue Presse, www.24edu.info/de