Inhaltsverzeichnis:
- Stefan Müller und die ständige Präsenz der Polizei
- Roman Poseck und die Ergebnisse im September
- Simon Karlsson und die Unterstützung der Bürger
- David Kerleau und die Arbeit der Einheit Ossip
Stefan Müller und die ständige Präsenz der Polizei
Am Kaisertor, in der B-Ebene sowie an der Münchener und Taunusstraße greifen die Maßnahmen der Polizei. Rund 120 Beamte, darunter 15 Bundespolizisten, sind im Dauereinsatz. Sie arbeiten in Uniform und in Zivil. Auch die Drogenspürhündin Kimba unterstützt die Kontrollen. Kleinste Mengen werden sofort überprüft. Tablettenblister oder Päckchen mit krümeligem Inhalt landen direkt in den Testgeräten.
Polizeipräsident Stefan Müller betont, dass die ständige Präsenz notwendig bleibt. Das Ziel ist es, Dealer und Drogentouristen konsequent zu verdrängen und den öffentlichen Konsum zu stoppen. Besonders in der Münchener Straße zeigen die Eingriffe Wirkung. Am Kaisertor sei eine ähnliche Entwicklung sichtbar.
Zentrale Fakten der Maßnahmen
- 120 eingesetzte Beamte
- 15 Bundespolizisten beteiligt
- Ständige Kontrollen an zentralen Punkten
- Einsatz von Spürhunden
Roman Poseck und die Ergebnisse im September
Hessens Innenminister Roman Poseck informiert sich regelmäßig vor Ort. Allein im September wurden 350 Strafanzeigen gestellt, 100 Personen festgenommen und 85 Verfahren gegen Dealer eingeleitet. Zudem stellten die Einsatzkräfte 250 Mal Betäubungsmittel und 30 Messer sicher.
Die Waffenverbotszone verschärft die Lage für Verdächtige. Wer ein Messer mitführt, muss mit 500 Euro Strafe rechnen. Bei Razzien treffen die Beamten außerdem auf zahlreiche Personen ohne Aufenthaltsgenehmigung. Dies führt häufig zu Abschiebungsverfahren.
- 350 Strafanzeigen in einem Monat
- 100 Festnahmen
- 85 Verfahren gegen Dealer
- 250 Mal Betäubungsmittel sichergestellt
- 30 Messer beschlagnahmt
Simon Karlsson und die Unterstützung der Bürger
Vor Ort leitet Polizeioberrat Simon Karlsson die Einsätze. Er spricht von hohem Kontrolldruck und sichtbaren Erfolgen. Die Polizei ist oft schon seit Mittag präsent, um Händler und Konsumenten zu erfassen. Gewerbetreibende und Anwohner zeigen Zustimmung. Passanten äußern ihre Unterstützung regelmäßig durch Gesten wie erhobene Daumen.
Die Einsätze sind stark personalintensiv. Karlsson hebt hervor, dass ohne diese dauerhafte Präsenz schnell neue Szenen entstehen würden. Auch Minister Poseck bestätigt, dass die Arbeit notwendig bleibt, um die Sicherheit im Viertel zu stärken.
David Kerleau und die Arbeit der Einheit Ossip
Polizeihauptkommissar David Kerleau arbeitet in der Spezialeinheit Ossip. Diese Einheit verbindet Sozialarbeit, Sicherheit, Intervention und Prävention. Ziel ist es, zwischen Drogenhilfe, Abhängigen und Anwohnern zu vermitteln. Die Beamten kennen viele der Betroffenen persönlich.
Vor einigen Monaten war das Kaisertor noch ein Treffpunkt verschiedener Gruppen. Heute hat sich die Situation verändert. Alkohol- und Tablettenabhängige sowie Haschisch- und Marihuana-Käufer prägen das Bild weniger stark. Die Kooperation von Bereitschaftspolizei, dem vierten Revier und Ossip verhindert ein Vakuum, das Dealer sofort nutzen würden.
Die Polizei passt ihre Strategien ständig an. Schwerpunktkontrollen, Präsenz und Razzien konzentrieren sich auf einzelne Bereiche. Crack, Kokain und Tabletten werden regelmäßig gefunden. Stefan Müller betont, dass der Weg zu einem sauberen Bahnhofsviertel lang bleibt, doch die Einsatzkräfte konsequent weiterarbeiten.
Quelle: Frnakfurter Neue Presse, www.24info-neti.com/de