Freitag, 03 Oktober 2025 19:38

Drohnenalarm in München und Frankfurt

Warnung vor neuen Betrugsmaschen bei Banken und Automaten Warnung vor neuen Betrugsmaschen bei Banken und Automaten Foto: Pixabay

Am Donnerstagabend kam es am Münchener Flughafen zu massiven Störungen. Grund dafür waren mehrere Drohnensichtungen, die den Betrieb lahmlegten. Eine zweistellige Zahl von Flügen musste gestrichen werden und rund 3000 Passagiere saßen fest. Auch Frankfurt war betroffen, da 15 Maschinen dorthin umgeleitet wurden.

Inhaltsverzeichnis:

Drohnen über München zwingen Flugzeuge zur Umleitung

Die Sichtungen führten zu erheblichen Verzögerungen. Starts waren nicht mehr möglich, was zahlreiche Reisende in München strandete. 15 ankommende Maschinen konnten nicht wie geplant landen und wichen nach Frankfurt aus. Dort mussten zusätzliche Kapazitäten organisiert werden, um die Passagiere aufzunehmen.

Die betroffenen Flüge waren sowohl nationale als auch internationale Verbindungen. Der Vorfall zeigte, wie stark die Sicherheit im Luftraum durch Drohnen gefährdet werden kann.

Roman Poseck warnt vor Drohnen in Hessen

Auch in Hessen ist das Thema aktuell. Innenminister Roman Poseck berichtete von wiederholten Drohnensichtungen an sensiblen Orten. Laut Ministerium wurden im ersten Halbjahr 9 Vorfälle als relevant eingestuft. Besonders der Flughafen Frankfurt gilt als Schwerpunkt dieser Ereignisse.

Dabei handelte es sich bislang ausschließlich um handelsübliche Kleindrohnen. Sie wurden meist von Privatpersonen gesteuert, oft ohne Kenntnis über die Gefahr. Hinweise auf Drohnen, die von ausländischen Diensten oder staatlichen Stellen eingesetzt wurden, gibt es derzeit nicht. Nur in Einzelfällen konnte ein Pilot identifiziert werden.

Frankfurt als deutscher Hotspot für Drohnenstörungen

Die Deutsche Flugsicherung weist darauf hin, dass Frankfurt im bundesweiten Vergleich am stärksten betroffen ist. Kein anderer Flughafen in Deutschland verzeichnet so viele Behinderungen durch Drohnen. In der Vergangenheit musste der Flugbetrieb mehrfach kurzfristig gestoppt werden.

Zur besseren Übersicht werden die registrierten Vorfälle in einer Statistik geführt:

  1. München – aktuelle Sperrung am 2. Oktober
  2. Frankfurt – häufigste Störungen bundesweit
  3. Hessen – 9 relevante Drohnenflüge im 1. Halbjahr

Die Zahlen verdeutlichen, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt.

Ausbau der Drohnenabwehr in Deutschland

Als Reaktion auf die jüngsten Vorfälle will die Bundesregierung Maßnahmen verstärken. Geplant ist eine Nachrüstung bei der Entdeckung und Abwehr von Drohnen. Poseck unterstützt diese Pläne ausdrücklich.

Die Abwehrsysteme sollen vor allem an kritischen Infrastrukturen wie Flughäfen erweitert werden. Ziel ist es, Zwischenfälle wie in München und Frankfurt künftig schneller zu erkennen und zu verhindern. Damit sollen Sicherheit und Stabilität im Luftverkehr gewährleistet bleiben.

Quelle:  Frankfurter Neue Presse,  YouTube, BR24