Inhaltsverzeichnis
- Projekt World Design Capital 2026
- Workshops und Beteiligungsformate
- Kioske in Frankfurt und Nachbarstädten
- Mobiliar von Nada Ammar und Dana Kamel
- Demokratiewagen und Young Urban Future Labs
- Planspiel von Anne Bartens
- Online-Tool Gute Frage
Projekt World Design Capital 2026
Die Demokratie-Kioske sind Teil des Rahmenprogramms der Aktion World Design Capital 2026. Vor Kiosken und Wasserhäuschen entstehen ab Mai offene Sitzlandschaften. Bunte Stühle, große Tische und Sonnensegel prägen das Bild. Insgesamt sind 75 Tagesveranstaltungen geplant. Sie richten sich an junge Menschen im Alter von 11 bis 27 Jahren. Hinzu kommen 45 Abendformate für Erwachsene. Ziel ist der Austausch zu Zukunftsthemen und die aktive Beteiligung im Quartier.
Workshops und Beteiligungsformate
In den Wasserhäuschen finden konkrete Angebote statt. Jugendliche drehen in einem Film- und Kameraworkshop einen Dokumentarfilm über ihre Stadt. Kinder gestalten Flugblätter, Plakate oder Flaggen und machen ihre Anliegen sichtbar. Erwachsene erkunden beim Stadtstempeln mit Knete und Stempelkissen kleine Spuren im Stadtraum. Diese mikroskopische Perspektive stellt Fragen zu öffentlichen Räumen und gemeinschaftlichem Handeln. Carolina Romahn, Geschäftsführerin des WDC, beschreibt die Kioske als Schmieden für gemeinsame Aktivitäten.
- Film- und Medienarbeit für Jugendliche
- Gestaltungsworkshops für Kinder
- Stadtstempeln für Erwachsene
- Diskussionsformate zu Zukunftsthemen
Kioske in Frankfurt und Nachbarstädten
Konkrete Standorte sind die Kioske Gusti im Gallus und Nox in Sachsenhausen. Weitere Wasserhäuschen beteiligen sich in Seckbach am Atzelbergplatz sowie in Sossenheim, Höchst und Unterliederbach. Über Frankfurt hinaus machen auch acht weitere Städte mit. Dazu zählen Hanau, Offenbach oder Wiesbaden. Inhaber stellen ihre Läden zeitweise für das Programm zur Verfügung und öffnen sie für neue Nutzungen. Wer einen Überblick über weitere Termine und Orte sucht, findet mehr hier.
Mobiliar von Nada Ammar und Dana Kamel
Damit die Orte funktionieren, wurde ein eigenes Design entwickelt. Nada Ammar und Dana Kamel, beide Masterstudentinnen im Bereich Productdesign, entwarfen gemeinsam mit ihrer Professorin Meike Langer das Mobiliar. Vorab besuchten sie die Kioske und sprachen mit den Inhabern. Die Stühle und Tische sind flexibel einsetzbar und an unterschiedliche Situationen angepasst. Zum Konzept gehören auch Aufbewahrungsboxen und Infoboards. Künstler binden diese Elemente in ihre Projekte ein.
- Produktion in der Region
- Bis zu 200 Stühle aus lokalen Schreinereien
- Ergänzung durch Bierbänke einzelner Kioske bei Platzbedarf
Demokratiewagen und Young Urban Future Labs
Zusätzliche Angebote kommen mobil in die Stadtteile. Die Künstler des Young Urban Future Labs sind mit dem Demokratiewagen unterwegs. Sie besuchen Schulen und Jugendeinrichtungen. Dort bieten sie ein Planspiel an. Junge Menschen erleben dabei demokratische Entscheidungsprozesse in einer konkreten Situation. Für weitere Veranstaltungen rund um Kulturformate in der Region gibt es hier ansehen.
Planspiel von Anne Bartens
„Das Szenario ist ein fiktiver Wandertag“, sagt Anne Bartens von Lust auf besser leben. Jugendliche entscheiden gemeinsam über das Ziel. Die Auswahlmöglichkeiten sind zunächst bewusst eingeschränkt. „Im ersten Durchgang der Abstimmung sind immer alle mit dem Ergebnis unzufrieden“, sagt sie. Durch veränderte Stimmberechtigungen entsteht später oft eine Lösung, die alle akzeptieren. So erfahren die Teilnehmenden, wie Entscheidungen entstehen und welche Wirkungen sie haben.
Online-Tool Gute Frage
Parallel entsteht ein digitales Angebot. Das Online-Tool mit dem vorläufigen Titel Gute Frage richtet sich an Menschen, die nicht vor Ort teilnehmen können. Derzeit befindet es sich in der Vorbereitung. Ab September, nach dem Ende der Demokratie-Kioske, stehen die Möbel Nachbarschaftsinitiativen und Stadtteilen weiter zur Verfügung. Rund um Frankfurt und städtische Themen gibt es MEHR.
FAQ
Was sind Demokratie-Kioske?
Demokratie-Kioske sind temporäre Treffpunkte an Kiosken und Wasserhäuschen, die von Mai bis September in Frankfurt und der Rhein-Main-Region für Diskussionen, Workshops und Beteiligungsformate genutzt werden.
Wie viele Demokratie-Kioske sind geplant?
Insgesamt öffnen bis September 120 Demokratie-Kioske in Frankfurt und weiteren Städten der Rhein-Main-Region.
An welche Altersgruppen richten sich die Veranstaltungen?
Das Programm umfasst 75 Tagesveranstaltungen für junge Menschen im Alter von 11 bis 27 Jahren sowie 45 Abendveranstaltungen, die sich vor allem an Erwachsene richten.
Welche Rolle spielt die World Design Capital 2026?
Die Demokratie-Kioske sind Teil des Rahmenprogramms der Aktion World Design Capital 2026 und verbinden Design, Beteiligung und Nutzung des öffentlichen Raums.
Wer hat das Mobiliar für die Demokratie-Kioske entworfen?
Das Mobiliar wurde von den Productdesign-Masterstudentinnen Nada Ammar und Dana Kamel gemeinsam mit ihrer Professorin Meike Langer entwickelt.
Was passiert nach dem Ende der Demokratie-Kioske im September?
Nach dem Abschluss des Projekts stehen die Möbel Nachbarschaftsinitiativen und Stadtteilen zur weiteren Nutzung zur Verfügung.
Quelle: FRANKFURTER NEUE PRESSE, SN2 WORLD