Inhaltsverzeichnis:
- Handwerk und Konrad Dorenkamp
- Senckenberg-Museum und Ed Baga
- Ala’a Rashed und jemenitische Kultur
- Harald Köhneke und mobile Wasserhäuschen
- Tanz und Musik vor der Alten Oper
Handwerk und Konrad Dorenkamp
Am Stand von „HAND!WERKen“ wurde ununterbrochen geschraubt, gesägt und gebohrt. Konrad Dorenkamp, Bereichsleiter der Stiftung und gelernter Schreiner, berichtete, dass die Stationen durchgehend voll besetzt waren. Nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene und Senioren probierten die Werkzeuge aus. Viele entdeckten Fähigkeiten, die sie lange nicht genutzt hatten.
- Schrauben, drehen und sägen waren besonders beliebt
- Kinder der Otto-Hahn-Schule nahmen aktiv teil
- Auch ältere Generationen beteiligten sich neugierig
Ein Projekt der Stiftung richtet sich gezielt an Jugendliche. Mit Projekttagen, Arbeitsgemeinschaften und Wahlpflichtunterricht sollen Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Klassen wieder Zugang zum praktischen Arbeiten finden. Da Werkunterricht an Schulen kaum noch existiert, will die Stiftung diese Lücke schließen.
Senckenberg-Museum und Ed Baga
Nicht nur das Handwerk zog Aufmerksamkeit auf sich. Am Stand des Senckenberg-Museums untersuchten Besucher Insekten durch Mikroskope. Wenige Meter weiter zeichnete der Illustrator Ed Baga Passanten in wenigen Minuten von einem Hochsitz aus.
- Mikroskopieren von Insekten
- Schnelle Porträts für Einzelne und Gruppen
- Namen in chinesischen Schriftzeichen
Die Aktionen zeigten, wie vielseitig die Programmpunkte waren. Kinder und Erwachsene warteten in langen Schlangen, um sich ein Andenken mit nach Hause zu nehmen.
Ala’a Rashed und jemenitische Kultur
Ein besonderes Angebot kam von Ala’a Rashed. Er präsentierte eine traditionelle Kaffeezeremonie aus seiner Heimat. Mit Mokka aus der Hafenstadt im Jemen schuf er eine authentische Atmosphäre. Geräucherte Holzspäne sorgten zusätzlich für einen besonderen Duft.
Geplant ist ein dauerhafter Standort für solche Rituale. Auf dem ehemaligen Campus der Goethe-Universität in Bockenheim könnte nach einer Sanierung ein Raum für internationalen Kulturaustausch entstehen. Wann dieses Projekt startet, ist noch offen.
Harald Köhneke und mobile Wasserhäuschen
Auch Frankfurter Traditionen wurden thematisiert. Künstler Harald Köhneke stellte ein mobiles Wasserhäuschen in hellblauer Farbe vor. Da die klassischen Wasserhäuschen in Frankfurt nach und nach verschwinden, entwickelte er ein Modell, das flexibel eingesetzt werden kann. Besucher hatten die Möglichkeit, kleine Vorlagen nachzubauen und mit nach Hause zu nehmen.
Parallel bot das Kollektiv „Frankfurter Sport und Kunst Kasino“, dem Köhneke angehört, ein sportliches Spiel an. Ein Parcours mit Frankfurter Symbolen wie dem Ginnheimer Spargel und einer Miniatur der Alten Oper lud zum Cross-Crocket ein.
Tanz und Musik vor der Alten Oper
Auf der Bühne wechselten sich verschiedene Darbietungen ab. Nach einem gemeinsamen Lied auf die Demokratie mit Rapper Rico Montero folgte ein Flashmob zu Hip-Hop-Musik. Vor allem Kinder stürmten begeistert auf die Bühne und tanzten mit. Schauspielerin Sibylle Nicolai beteiligte sich ebenfalls und überzeugte mit eleganten Bewegungen.
Parallel fand im Konzerthaus das Festival „Fratopia“ statt. Auch dort war der Eintritt frei, was zahlreiche Gäste anlockte. Einige mischten sich spontan unter das Publikum vor der Alten Oper. Beide Veranstaltungen ergänzten sich, obwohl sie unabhängig voneinander organisiert wurden.
Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft nutzte ihr Jubiläum, um Bildung, Kultur und Tradition sichtbar zu machen. Durch Mitmachaktionen, künstlerische Beiträge und Begegnungen mit Handwerk und Wissenschaft förderte sie den Austausch zwischen Generationen und Kulturen.
Quelle: Frankfurter Neie Presse, YouTube, Rico Montero, www.fox.360.net/de